Wenn man über den Krieg, im Jahre 1864, spricht, der zwischen Dänemark, Preußen und Österreich ausgetragen wurde, richtet sich der dänische Fokus fast automatisch auf das Danewerk und auf das kleine, nordschleswigsche Dorf, Düppel (Dybbøl im Dänischen).
Es war auch, hier, an diesen Orten, wo die Kämpfe ausgetragen wurden, und wo Dänemark, schließlich, seine Niederlage eingestehen musste. Dies hatte zur Folge, dass die drei Herzogtümer(Schleswig, Holstein und Lauenburg), an Preußen und Österreich, abgetreten werden mussten, und, dass eine neuere und nördlichere Grenzlinie gezogen wurde. Jetzt lag die Grenze zwischen Dänemark und Preußen bei der Königsau (Kongeåen im Dänischen).
Die dänischen Soldaten kamen jedoch aus ganz Dänemark. Der Verlust von Menschenleben, betraf deshalb viele Menschen überall im Lande.
Ein Beispiel dafür, findet man auf dem Friedhof von Bryndum bei Esbjerg.
Hier gibt es den Grabstein von Christian Leopold Yderik, der einer von den Männern war, die für Dänemark, in den Krieg zogen.
Er starb im Laufe des Krieges, im Alter von nur 23 Jahren.
Das Esbjerger Stadtarchiv verfügt über einen Auszug von den Briefen, die ab seiner Einberufung, im Jahre 1863, bis zu seinem frühen Tode im Jahre 1864, zwischen Christian Leopold Yderik und seinen Verwandten ausgetauscht wurden.
Bei der Mitteilung vom Tode seines Sohnes, ist der Vater, Christian C. Yderik, der Lehrer war, zur Front gefahren, um die Leiche seines Sohnes mit zurück nach Bryndum zu nehmen.
Wegen des Krieges und der vielen preußischen und österreichischen Truppen in Jütland, verlief die Route von der Westküste nach Frederikshavn(Nordjütland). Von Frederikshavn ist er mit einem Schiff nach Nyborg(Fünen) gefahren. Danach ging es von Fünen nach Alsen, wo es dem Vater gelang, die Leiche seines Sohnes aufzuspüren. Er hat die Leiche exhumiert, und sie mit zurück nach Bryndum genommen.
Als er zurückfahren musste, konnte er dank Passierscheine, die er, während seiner Fahrt, erlangt hatte, direkt durch Feindesland fahren, sodass die Fahrt gradlininger verlief.